KAMINVERSOTTUNG

edelstahlkamin

Zeigen sich nach dem Einbau einer neuen Heizungsanlage plötzlich Feuchteflecken am Kamin ist die neue Anlage nicht auf den Kamin abgestimmt worden. Der Kamin beginnt zu versotten. Um eine Zerstörung der Bausubstanz zu vermeiden ist eine Kaminsanierung unumgänglich.

Mit dem Einbau einer neuen Heizung entscheiden Sie sich nicht nur für eine spürbare Verringerung der Heizkosten sondern auch für eine deutliche Reduzierung der anfallenden Schadstoffe. Nicht nur der Geldbeutel, vor allem die Umwelt kann sich also freuen und wird es Ihnen danken.

Allerdings muß der vorhandene, auf die alte Heizungsanlage abgestimmte Kamin bei einer Sanierung der Heizungsanlage beachtet werden. Durch die Verringerung der Abgasverluste bekommt der Kamin weniger Wärme ab. In den meisten Fällen reduziert sich auch die Kesselleistung und somit auch das Abgasvolumen, da die Altanlagen teilweise bis zu 100 % größer ausgelegt wurden bzw. durch entsprechende Dämmmaßnahmen am Gebäude der Wärmebedarf sinkt. Bedenkt man, daß bei der Verbrennung von 1 Liter Öl 1 Liter und bei einem Kubikmeter Gas sogar 1,6 Liter Kondenswasser entstehen, welches bei ca. 45 – 55 °C kondensiert, ist bei zu großen Kamininnenquerschnitten oder schlecht isolierten Kaminwandungen eine Durchfeuchtung vorprogrammiert. Man spricht von einer sogenannten Kaminversottung.

Um die vorhanden Bausubstanz vor einer Zerstörung zu schützen, kommen je nach Querschnitt und Alter des Kamins mehrere Möglichkeiten der Kaminanpassung an die neue Heizung in Betracht.

Bei nur unwesentlich zu großen Querschnitten mit Keramik- oder Schamotteinnenrohren besteht die Möglichkeit mit einer Nebenlufteinrichtung und einem kurzen, isolierten Verbindungsstück die Kondensatbildung zu verhindern. Ist der Unterschied zwischen vorhandenem und erforderlichen Querschnitt zu groß, ist eine Sanierung des Kamins unumgänglich um die Bausubstanz zu schützen und eine sichere Funktionsweise der neuen Heizung zu gewährleisten.

Hierzu werden zugelassene feuchteunempfindliche Innenrohre in den Kamin eingesetzt. Verwendete Materialien sind Keramik, VA-Stahl, Schamotte, Glas und bei konstanten Abgastemperaturen unter 160 °C auch Aluminium und sogar Kunststoffe. Der Raum zwischen neuem Innenrohr und vor-handener Wandung sollte hinterlüftet werden um eine Feuchtesperre herzustellen. Um unerwünschte Kondensatbildung zu vermeiden empfiehlt sich eine Isolierung der neuen Innenschale. Bei Abgas-leitungen für Brennwertfeuerstätten wird das entstehende Kondensat über einen an der Kaminsohle angebrachten Sypon abgeführt.